Wahlergebnisse der NPD und anderer rechter Parteien

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Landtagswahl Bayern 2013:

Die NPD kam auf 74 895 Gesamtstimmen beziehungsweise 0,6 Prozent (2008: 1,2 Prozent). Sie verlor rund 48 500 Stimmen. Die Partei stand lediglich in 50 von 90 Stimmkreisen auf den Wahlzetteln, da sie in den Regierungsbezirken Oberbayern und Unterfranken nicht genügend Unterstützungsunterschriften hatte sammeln können. In den fünf Regierungsbezirken, in denen sie antreten konnte, verlor die NPD jeweils zwischen 0,1 und 0,5 Prozent der Stimmen. Ihre besten Ergebnisse erzielte sie in Oberfranken und Niederbayern mit 1,3 Prozent.

Meldung bei blick nach rechts

Die NPD reiht sich so in ein Sammelbecken ein, indem sich voneinander distanzierende Rechtsextremisten sich um die wenigen Stimmen am rechten Rand streiten. Die NPD gibt gerade endgültig ihr einstiges Alleinstellungsmerkmal einer radikalen nationalistischen Partei ab. Im Vergleich zu 2008 (1,2%) hat die Partei es sogar geschafft, die Hälfte der Stimmen zu verlieren.

Das hausgemachte Versagen – Zum Debakel rechter Parteien bei der Landtagswahl 2013

Bundestagswahl 2013:

NPD Erststimmen: 634.842 = 1,0 %, ein Rückgang von 0,3 % zur Wahl von 2009
NPD Zweitstimmen: 560.660 = 1,3 %, Rückgang um 0,2 %.

In den Unterfränkischen Stimmkreisen Aschaffenburg, Main-Spessart und Würzburg verzeichnet die NPD jeweils Verluste bei Erst- und Zweitstimmen:
Aschaffenburg 1,7%(-0,4) / 1,2%(-0,1)
Main-Spessart 1,0%(-0,2) / 1,0%(-0,1)
Würzburg 0,9%(-0,5) / 0,6%(-0,2)

Auch wenn die NPD Aschaffenburg im Wahlkampf mehr Präsenz zeigte als bei vergangenen Wahlen, brachte ihr das keinerlei Stimmengewinn ein. Das Main Echo berichtet über die Wahlkampfkostenrückerstattung für die NPD.

Die REPs wurden bei beiden Wahlen halbiert. Im Bund kamen sie nur noch auf 0,2% , bei den Landtagswahlen schnitten sie mit 0,3% geringfügig besser ab.
Pro Deutschland erreichte bei der Bundestagswahl ebenfalls nur 0,2%. Ein desaströses Ergebnis für die Bürgerbewegung.
Die Rechte von Christian Worch war nur in NRW angetreten und erhielt dort 0,02% der Stimmen. Zur Schadensbegrenzung hatte Die Rechte bereits im Vorfeld erklärt, sie kandidiere nur zur Erhaltung ihres Parteienstatus.

Die Wahlergebnisse am rechten Rand – stabil im Keller Publikative
Bundestagswahl: NPD verliert - AfD stark in NPD-Hochburgen Endstation Rechts